Juli 2009
Fedas-Generalversammlung 2009 in Bordeaux:
Fedas starker Motor in der Zusammenarbeit der Sportartikelbranche in Europa
Generalversammlung bestätigte am 8. und 9. Juni 2009 in Bordeaux den Kurs des Verbandes bei Kooperation mit der FESI und Ausbau des Fedas-Warengruppenschlüssels Europäische Sportartikeldatenbank wird weiter angestrebt
Bordeaux - Fedas und FESI setzen ihren Weg der intensiven Zusammenarbeit der europäischen Sportartikelbranche fort. Präsident Werner Haizmann und Generalsekretär Claude Benoit stellten deshalb die Generalversammlung der Fedas, die am 8. und 9. Juni in Bordeaux tagte, unter dieses Leitmotto.
Wichtiges Orientierungsinstrument auf diesem Weg ist der Fedas-Warengruppenschlüssel, der internationaler Branchenstandard ist. Er wird auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.
FESI-Generalsekretär Alberto Bichi unterbreitete den Vertretern des europäischen Sportfachhandels in der Hauptstadt Aquitaniens Vorschläge. Claude Benoit formulierte nach Diskussion und Abstimmung dann den Fahrplan eines gemeinsamen Branchenzuges in Europa.
Auf Augenhöhe werden Delegierte beider Verbände über Kooperationsvarianten zwischen FESI und Fedas sprechen. Sie wird durch Pierre Gogin von FPS und Claude Benoit von Asmas vertreten. Ergebnisse gibt es zur ispo 2010. Zunächst wird der Vorschlag Bichis diskutiert, der eine Fördermitgliedschaft in Kommissionen der FESI vorsieht.
Der europäischen Umsatzzahlenvergleich 2008 dokumentierte trotz guter Winterumsätze relativ bescheidenes Wachstum. Die Finanzkrise hat aber in der europäischen Sportartikelwirtschaft bis zum Ablauf des 1. Quartals 2009 wenig Spuren hinterlassen. Übereinstimmung besteht bei der Fedas darüber, dass die herrschende Rezession auch auf die Sportartikelbranche durchschlägt. Bei aller Krisenstimmung haben der Sport und die Sportartikelbranche nach wie vor einen hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellenwert.
Zu unterschiedliche Ergebnisse werden zu noch schärferen Begriffsabgrenzungen im Zahlenwerk führen. Dabei, so Generalsekretär Benoit, zeige sich, dass eine europäische Sportartikeldatenbank eine hilfreiche Unterstützung für die Verbandsarbeit wäre. In der EU ist man aber von der Finanzierung und Anlage einer solchen Datenbank noch sehr weit entfernt.
Verstärkte europäische Zusammenarbeit muss nach Meinung der Fedas zwingend zu einer Vereinheitlichung der Aus- und Fortbildung der Sportartikelkaufleute in Europa führen, die das Recht auf freie Berufsausübung in ganz Europa berücksichtigt.
In Bordeaux präsentierte der Leiter des Centre de Formation d’apprentis CFA, Gérard Pouet, das EU-Modell Erasmus-Leonardo für Praktika von angehenden Sportartikelkaufleuten in der EU. 25 solcher Plätze werden gesucht.
Die Fedas informiert dabei ihre Mitglieder über die Details. Dazu erhält sie von der CFA die entsprechenden Unterlagen. „Wir halten diese Initiative innerhalb der EU für eine großartige Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit in der Ausbildung von Berufsnachwuchs für den europäischen Sportfachhandel“, bedankten sich Fedas-Präsident Werner Haizmann und Generalsekretär Claude Benoit bei den französischen Kollegen Gogin und Pouet.
Ihre Anregung, die Kompetenzprofile, die es in den europäischen Ländern bei Lehrgängen im Sportfachhandel gibt, grenzüberschreitend zu standardisieren, fand ebenfalls Unterstützung durch die Fedas. Hier werden der europäische Verband und CFA-Chef Pouet in einer internationalen Konferenz am Beispiel des französischen Ausbildungsmodell „Skiman“ erst die Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedsländer klären, um dann mit entsprechend ausgearbeiteten Vorschlägen bei der EU aktiv zu werden.
PDG Pierre Gogin präsentierte für die FPS „ECR Sport“, ein in Frankreich von Industrie und Handel gemeinsam gegründeter Verband mit dem Zweck, die Logistikabläufe zu optimieren. Seine Webadresse: www.ecr-sport.com.
Die nächste Generalversammlung der Fedas wird vom 6. bis 8. Juni 2010 in Holland abgehalten.

Die Teilnehmer an der Generalversammlung der Fedas in Bordeaux bewältigten ein großes Arbeitsprogramm, das in weiten Teilen der künftigen Verbandsarbeit unter der sich weiter ändernden wirtschaftlichen Situation der Sport- und Sportartikelbranche in den 27 Staaten der EU gewidmet war. Dabei soll ein permanentes Branchengespräch zwischen Handel und Industrie ein wichtiges Instrument sein. FESI-Generalsekretär Alberto Bichi stellte dazu aus der Sicht seines Verbandes in Bordeaux als Gast der Fedas Grundsatzüberlegungen an.
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