August 2007

FEDAS-Jahrestagung 2007 in Salzburg:

Webauftritt für jedes Sportfachgeschäft in Europa

Fedas analysiert im Fachteil ihrer Generalversammlung die Bedeutung des neuen Vertriebskanals

Warengruppenschlüssel bewährt sich Jahr um Jahr

Die Internet-Umsatzzahlen des europäischen Sportfachhandels sind statistisch gesehen noch relativ bescheiden. Die Bedeutung des Onlinehandels nimmt aber von Jahr zu Jahr zu. Ein Grund für den Verband des Europäischen Sportfachhandels, Fedas, dieser Marktentwicklung den Fachteil ihrer Generalversammlung zu widmen. Sie fand turnusgemäß im Juni 2007 im österreichischen Salzburg statt. Geleitet vom deutschen Fedas-Präsidenten Werner Haizmann, Stuttgart-Bad Cannstatt, und perfekt ausgerichtet von Kommerzialrat Ernst Aichinger aus Wien vom gastgebenden Partnerverband VSSÖ.

Fedas-Generalsekretär Claude Benoit vom Schweizer Kollegenverband Asmas bestimmte mit seinem Grundsatzreferat „Onlinehandel, ein neuer Vertriebskanal für Sportartikel“ den Tenor der Beratungen und Beschlüsse des Verbands zu diesem Thema. Als Grundlage für die grundsätzlichen Entscheidungsprozesse, die jetzt in den nationalen Mitgliedsverbänden anstehen, nutzte er die neuesten Zahlen zum Onlinehandel aus der Schweiz. Seiner Meinung nach seien diese statistischen Fakten in ihrer Tendenz auf alle übrigen Fedas-Länder übertragbar. Deshalb bestätigten auch die Koreferenten aus den Kollegenverbänden die augenblicklichen Tendenzen im Onlinehandel.

Die Diskussion über das Für und Wider eines Sportartikel- und Sportmodeangebots im World Wide Web mündete in einer Stellungnahme des Verbandes zum Thema Internet (und unter www.fedas.com >>Publikationen).

In dem Kommunique, das allen Mitgliedsverbänden als Handreichung für die Fachgespräche in ihren lokalen Märkten dienen soll, stellt der europäische Dachverband des Sportfachhandels klar, dass jedes Fachgeschäft in Europa einen eigenen Webauftritt haben sollte. Er muss dem jeweils eigenen Geschäftsauftritt und den Erfordernissen des jeweiligen Mikromarktes entsprechen. Der Kontakt zum Kunden im virtuellen Raum ist eine wichtige Aufgabe jedes Unternehmens im Webzeitalter.

Der Fedas ist klar, dass ein über die werbende Ansprache des Kunden im Internet hinausgehender Onlinevertrieb von Sportartikeln und Sportmode auch die dafür notwendigen Logistikstrukturen haben muss. In der Regel sind sie bisher nur bei großen Geschäften vorhanden. Ein kleineres Fachgeschäft wird sie nur schwer aufbauen können. Hier sind die großen Einkaufs- und Marketingverbünde des Handels in Europa aufgerufen, den Onlinehandel ihrer Mitglieder in praktikable Marktlösungen umzusetzen.

Monomarkenstores in Europa auf dem Vormarsch – Anteil der Exklusivmarken des Handels wächst in gleichem Maß

Mit einer abgewogenen Antwort müsse, so Fedas-Präsident Werner Haizmann in seinem Jahresbericht 2006, der europäische Sportfachhandel auf die Tatsache reagieren, dass alle großen und klassischen Marktpartner des Handels auf der Industrieseite mit eigenen Einzelhandelsgeschäften in den Markt einstiegen und so zu Wettbewerbern ihrer eigenen Kunden werden. „Eine Konkurrenz, die nicht mehr nur über die Shop-in-Shop-Systeme, Concept Shops und Concessions läuft, sondern im Gewand des klassischen Einzelhandels auftritt. Eine Ausnahme wird dabei sichtbar, in diesen markeneigenen Geschäften wird dem Verbraucher immer nur das Angebot einer Marke präsentiert. Damit werden auf lange Sicht die klassischen Vertriebsstufen in der Branche verringert. Die Hersteller sind dann gleichzeitig Direktvermarkter. Wir als Handel bauen gleichzeitig unser Angebot an Exklusivmarken weiter aus. Im Branchengespräch gilt es nach Lösungen zu suchen, die auf der einen Seite auf die klassische Partnerschaft zwischen Monomarke und Multimarkenstore setzen, auf der anderen Seite aber auch die Tatsache berücksichtigen, dass sich die Sportfachgeschäfte gegenüber der Konkurrenz und gegenüber dem Angebot der großen Marken mit eigenen Labels begehrenswert am Markt machen müssen. Nur so können sie die nötigen höheren Gewinnmargen erzielen.“

Moderne Technologien im Handel sind entscheidender Wettbewerbsvorteil

„Als Fedas“, so Präsident Werner Haizmann in seinem Jahresbericht 2006 auf aktuelle Entwicklungen in der Branche eingehend, „haben wir auch immer die Aufgabe, uns fortlaufend mit den Handelskonzepten und Handelstechnologien zu beschäftigen, die von unseren Mitgliedsgeschäften im Augenblick eingesetzt sind oder die eingesetzt werden sollen. Moderne Technologien sind im Handel entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Innovationen erhöhen die Effizienz im Lagermanagement und in der Logistik. Gleichzeitig werden Sportfachgeschäfte in Europa ihren Kunden immer mehr maßgeschneiderte Einkaufserlebnisse und Serviceleistungen bieten. Dazu gehören heute bereits elektronische Infoterminals, elektronische Preisschilder und Werbedisplays und der Einsatz der RFID-Technologie, bei der ein winziger Computerchip und eine ebenso winzige Antenne wichtige Produktinfos für Kunden berührungslos bereitstellt und gleichzeitig Informationen für die hauseigene Logistik liefert. Die moderne Technik wird die Kundenzufriedenheit in den europäischen Fachgeschäften weiter steigern und die individuellen Erwartungen der einzelnen Verbraucher noch besser erfüllen als bisher. Sie optimiert gleichzeitig die Kommunikation zwischen Kunden und Händler und verbessert die Effizienz der Geschäfte weiter.

Fedas-Warengruppenschlüssel ist Branchenstandard

Bei der Fedas-Generalversammlung befassten sich die Delegierten, die Präsident Werner Haizmann und Generalsekretär Claude Benoit für ihre erfolgreiche Arbeit für den Verband ganz herzlich dankten, mit den neuesten Marktzahlen aus den Mitgliedsländern. Besonders wichtig ist für den Verband die erfolgreiche Weiterentwicklung des Fedas-Warengruppenschlüssels, der sich mittlerweile zu einem internationalen Branchenstandard entwickelt hat. Die Fedas-Stammdaten gibt es inzwischen in sieben Sprachen. 2006 ist auch der neue Webauftritt ins Internet gegangen.

Die nächste Generalversammlung der Fedas findet unter der Obhut des Verbands Deutscher Sportfachhandel vds vom 1. bis 3. Juni 2008 in Dresden statt.

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