Juli 2002
FEDAS-Generalversammlung 2002 in Berlin
Präsident Werner Haizmann, Stuttgart-Bad Cannstatt, erneut
einstimmig und mit Dank für seine gute Arbeit für weitere drei Jahre im Amt bestätigt
Delegierte bedankten sich bei Generalsekretär Claude Benoit aus Bern mit einem
einstimmigen Vertrauensvotum für die ausgezeichnete Verbandsarbeit und Repräsentation
Europäischer Fachhandel gut im Kampf gegen Konzerne aufgestellt

Berlin - Wir als nationale
Sportartikelhandelsfachverbände haben in den letzten drei Jahren unseren Dachverband, die
FEDAS, wieder kräftig zur erfolgreichen Umsetzung unserer gemeinsamen
Fachhandelsinteressen im europäischen Rahmen genutzt. Dabei kamen uns die weiter
verbesserte internationale Zusammenarbeit und der neue Lobbyauftritt in Brüssel,
gemeinsam mit dem europäischen Industrieverband FESI, zugute. Durch diese aktive
Verbandsarbeit hat die FEDAS ihre Stellung als ein Spitzenverband in der internationalen
Sportartikelszene weiter gestärkt.
Koordiniert und öffentlich artikuliert wurden und werden dabei alle FEDAS-Anliegen im fachlichen und wirtschaftspolitischen Raum durch den umsichtigen und geschmeidig am Einflussmarkt agierenden Schweizer Generalsekretär Claude Benoit. Bestes Beispiel dafür ist der erfolgreiche Weg des FEDAS-Warengruppenschlüssels hin zum Branchenstandard und die erfolgreiche Gründung eines Fördervereins für die Weiterentwicklung dieses Schlüssels Richtung Größen und Farben." So beschrieb FEDAS-Präsident Werner Haizmann in der Generalversammlung der FEDAS, die vom 17. - 18. Juni 2002 in Berlin stattfand, eine der Stärken seines Verbandes im Konzert der weltweiten Interessenverbände der Branche.
Mit Dank für seine nationale und
internationale Tätigkeit wurde FEDAS-Präsident Werner Haizmann, der zugleich Präsident
des Verbandes Deutscher Sportfachhandel ist, erneut und einstimmig für eine weitere
dreijährige Periode in seinem Amt bestätigt.
Einstimmig und mit Dank für ihre ausgezeichnete Kooperation wurden in den
Vorstand der FEDAS berufen: Pierre Gogin, der Délégué Générale des französischen
Sporthandelsverbandes, der Präsident des italienischen Fachhandelsverbandes Giampiero
Caleri aus Florenz, der österreichische Fachhandelsdelegierte Ernst Aichinger aus Wien
sowie VDS-Hauptgeschäftsführer Helmut Ott aus München und ASMAS-Vorstandsmitglied
Marcel Savioz aus der Schweiz. Ehrenpräsident ist weiterhin Adriano Testa aus St. Moritz.
In seinem Rechenschaftsbericht vor den Delegierten verwies Präsident
Werner Haizmann darauf, dass in den letzten drei Jahren mit der Entwicklung und
Durchsetzung des FEDAS-Warengruppenschlüssels, mit der Einrichtung einer Lobbyzentrale in
Brüssel und mit dem Kampf gegen Factory Outlets, wo immer sie in Europa entstanden, hart
erarbeitete Erfolge erzielt wurden. In die Verbandsarbeit habe man auch das ständige
Auftreten zugunsten der weltgrößten Sportartikelfachmesse, der ispo in München,
integriert. Nach wie vor sei diese Brancheninformation sowohl national als auch
international unverzichtbar. Gleichzeitig ist man der Meinung, dass ein Besuch dieser
wichtigsten Branchenveranstaltung zur Neuheiten- und Produktinformation nicht vom
jeweiligen Messedatum abhängig ist.
Klassischer Sportfachhandel dominiert den europäischen Markt
Mit einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent in Deutschland und
Frankreich und mehr als 75 Prozent in der Schweiz dominiert nach wie vor der
Sportfachhandel den Markt in Europa. Das war wohl das wichtigste Ergebnis eines ersten
europäischen Marktvergleichs, den die in der FEDAS zusammengeschlossenen Verbände bei
ihrer Tagung in Berlin präsentierten.
Nach wie vor gehe es der FEDAS dabei darum, auch am europäischen Markt
die Vielfalt der Angebotsstrukturen im Interesse des Wettbewerbs und des Verbrauchers zu
erhalten.
Der europäische Sportfachhandel habe daher die Einführung des Euros auch
nicht dazu genutzt, die Preise anzuheben, sondern habe im Bereich Service und
Kundenbindung die Aktivitäten weiter verstärkt.
Energisch sprachen sich die Vertreter des europäischen Sportfachhandels
in Berlin bei ihrer eigenen kritischen Positionsbetrachtung gegen alle
Vertikalisierungsbestrebungen der global agierenden Sportartikelmarkenindustrie aus. In
den meisten Märkten herrscht ein Überangebot an Verkaufsfläche; eine flächendeckende
Versorgung mit Sportartikeln ist mehr als nur gegeben.
Die Erarbeitung gemeinsamer Marktzahlen wird in Zukunft eine wichtige
Säule in der FEDAS-Arbeit sein. Auf den Berliner Erfahrungen im Zahlenaustausch
aufbauend, wird in Zukunft in jedem Jahr eine standardisierte Abfrageform mit den nötigen
nationalen Zahlen gefüllt werden, die dann in Zukunft gute europäische Vergleiche
ermöglichen sollen.
Darüber hinaus will man sich als FEDAS auch bei der EU darum bemühen,
Unterstützung für die Bereitstellung aktueller Marktdaten zu erhalten.
Die Delegierten der FEDAS in Berlin beschäftigten sich noch ausführlich
mit der neuen ISO-Norm 13 993, die die Vermietung von Wintersport-Equipment regelt. Claude
Benoit führte hier aus, dass man an dieser neuen Norm, die für den Sportfachhandel in
den Wintersportregionen besonders wichtig sei und für alle anderen Geschäfte, die auf
Verleih von Gerät setzen, mehr als fünf Jahre gearbeitet habe. Das Ergebnis habe zwar
nicht in allen Teilen die Vorstellungen des Fachhandels ausreichend berücksichtigt,
trotzdem müsse man jetzt mit dieser Norm leben.
Bei dieser Gelegenheit warnte der FEDAS-Generalsekretär aus seiner
Erfahrung als Schweizer Präsident besonders an die Adresse des Sportfachhandels abseits
der klassischen Wintersportregionen vor zu optimistischen Prognosen der Entwicklung und
besonders der Rentabilität aus dem Skiverleih. Erfahrungen aus der Schweiz zeigen, dass
der Verleih von Wintersportequipment eine Domäne des Fachhandels der Sportregionen ist
und dass ihr Standortvorteil vom Sportfachhandel im Land" nicht wettzumachen
ist.
Nach einem regen Erfahrungsaustausch über das gemeinsame europäische
Sporthandelsmarketing bestimmten die Delegierten Madrid zum nächsten Tagungsort der
Delegiertenversammlung. Die französischen Kollegen erhielten dazu den Auftrag, dieses
Meeting am 15. und 16. Juni 2003 zu organisieren. Mit ihm will man die momentan in drei
regionalen Organisationen zusammengeschlossenen spanischen Sportfachhändler näher an die
internationale Zusammenarbeit in der FEDAS heranführen.
FEDAS-Generalsekretär Claude Benoit und sein französischer Kollege Pierre Gogin bedankten sich in Namen aller Kollegen beim deutschen Präsidenten Werner Haizmann und dem VDS-Hauptgeschäftsführer Helmut Ott für die perfekte Durchführung des FEDAS-Kongresses in der Bundeshauptstadt Berlin und für die vielfältigen Möglichkeiten, die die Delegierten hatten, unter Moderation des VDS die Sportgeschäftsszene in Berlin ausführlich zu studieren. Dabei reichte die Palette der Fachgeschäfte von Intersport Olympia in Potsdam über einen großen Sportprofimarkt in den Spandauer Arkaden bis hin zur Niketown, zu Giacomelli in den Potsdamer Platz Arkaden, Karstadt Sport am Kudamm, der Sportarena des Kaufhofs am Alexanderplatz und dem adidas-Special-Shop in der Münzstraße.
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